Gestaltung öffentlicher Plätze
Ökologisierung des Stadtraumes durch Revitalisierung und Umgestaltung
Viele öffentliche Räume (Plätze, Straßenzüge und Verweilzonen) werden im Zuge der Ökologisierung des Stadtraumes revitalisiert und umgestaltet, um für Menschen die Lebensqualität und hinsichtlich der Tiere und Pflanzen die Artenvielfalt zu steigern.
Eine verbesserte Klimaresilienz kann durch zukünftig „klimafitte“ Pflanzarten erreicht werden. Mithilfe von speziellen Begrünungs- und Bepflanzungssystemen wie dem „Schwammstadt-Prinzip“ werden hochwertige Standorte für die dauerhaft gesunde Entwicklung geschaffen.
Die Optimierung der Speicherung von Niederschlägen sowie die künstliche Bewässerung durch entsprechende Systeme sind Grundlagen für die zukünftigen Pflanzstandorte. Die Erhöhung der Biodiversität und die Steigerung der Luftqualität von Städten sind das Ziel diverser Offensiven.
Das Schaffen von natürlich beschatteten Verweilzonen und Straßenzügen und die Steigerung der Speicherfähigkeit durch den Einbau von hochwertigen Substraten sind wesentliche Grundlagen der ökologischen Platzgestaltung für die klimafitte Stadt von morgen.
Gestaltung öffentlicher Plätze nach ökologischen Prinzipien (Stadtraumökologie)
- Wasserbewirtschaftung: durch spezielle Systeme wird mithilfe von ausreichend durchwurzelbarer und speicherfähiger Substrate langfristig der Standort für Bäume, Sträucher und Staudenflächen garantiert – zum Beispiel Schwammstadt-Prinzip
- Luftqualität: durch die Ansiedlung von mehr Grünraum in der Stadt kann die Luftqualität und das städtische Mikroklima verbessert werden (die natürliche Klimaanlage).
- Wohlbefinden: ein durch Pflanzmaßnahmen verbessertes Wohnumfeld, durch mehr Blattmasse reduzierter Lärm, weniger Feinstaub und Hitze machen Städte in Zukunft lebenswerter und bieten ein gesünderes, angenehmeres Umfeld für die Menschen.
- Baumoffensive: immer mehr Städte, darunter Wien, Sankt Pölten und Linz, pflanzen klimafitte Baumarten und vollziehen so einen Austausch von kränkelnden, gestressten und von Schädlingen geplagten Arten. Die natürliche Beschattung der Stadträume ist eine wesentliche Initiative gegen die Bildung von Hitzeinseln.
- Schwammstadt-Prinzip: darunter ist eine Aufwertung und Verbesserung des Standortes für Bäume zu verstehen. Durch den Einbau von ausreichend Speichersubstrat im Wurzelraum wird das Wachstum und das Überleben in Stresssituationen gefördert. Ausreichende Wasserspeicherkapazität und ein leicht durchwurzelbarer Boden sind grundlegende Faktoren für den Lebensraum Baum.


