Erosionsschutz im Landschaftsbau
Tiefen- und Oberflächenstabilisierung durch zukunftsfähige Verfahren
Laut dem Bundesamt für Wasserwirtschaft ist Bodenerosion eines der großen Probleme des Bodenschutzes in Österreich und Europa. Daher werden innovative und zugleich ökologische Lösungen auch im Landschaftsbau vermehrt nachgefragt. Die Experten von Danner Landschaftsbau bieten zukunftsfähige und umweltverträgliche Lösungen zur Sicherung und Stabilisierung an, mit dem Ziel der Erosion entgegenzuwirken. Um einen optimalen Erosionsschutz zu erreichen, gibt es folgende flexible und an die örtlichen Gegebenheiten angepasste Sicherungsvarianten zur Tiefen- und Oberflächenstabilisierung.
Ökologische Verfahren zur Oberflächenstabilisierung
Einsatz von Erosionsschutzgewebe aus Naturfasern
Eine Methode zur Oberflächenstabilisierung ist der Einsatz von Erosionsschutzgewebe. Zur Oberflächensicherung von Einschnitts- und Dammböschungen im Erd- und Wasserbau sowie zur Rekultivierung von Steilböschungen werden aus ökologischen und kostengünstigen Gesichtspunkten vermehrt Geotextilien aus Naturfasergeweben eingesetzt. Die einzelnen Gewebetypen unterscheiden sich in deren Reiß- und Zugfestigkeit, organischer Zusammensetzung und Durchwuchsfähigkeit.
Vorteile von Erosionsschutzgewebe (z.B. Kokosgewebe):
- Sofortiger, großflächiger Schutz der Böschungsoberfläche
- Schutz von Saatgut, Dünger- und Bodenhilfsstoffen vor Wind- und Wassererosion
- Kompakte Oberflächenstabilisierung aus biologisch abbaubaren Naturfasern
- Zusätzliche Sicherungsmaßnahme bei der Rekultivierung von Rohböden
Einsatz von Metallgittern
Auch Metallgitter kommen bei der Oberflächenstabilisierung zum Einsatz.
Zur Sicherung von Felsabträgen und Schotterböschungen werden zum Schutz vor Steinschlag und Abrollen von losem Material Metallgeflechte eingebaut. Je nach Erfordernis werden Vier-Eck oder Sechseckgeflechte in den verschiedenen Drahtstärken, Reiß- und Zugfestigkeiten angeboten. Die Verwendung von dauerhaften und belastbaren geprüften Materialien sowie deren fachgerechter Einbau tragen zur nachhaltigen Sicherheit vor allem entlang von Verkehrswegen bei.
Vorteile von Metallgittern:
- Starke Spezialverzinkungen für längere Haltbarkeit und Sicherheit
- Verschiedene standortbezogene Drahtstärken
- Spezial-Maschengeflechte mit erhöhter Reiß- und Zugfestigkeit
- Gezieltes Ableiten von Spannungseinflüssen durch verschiedene Einbaumethoden
- Auf den Untergrund abgestimmte Verankerungsmethoden
- Gezielte Systeme für beste Stabilität
Verfahren zur Tiefenstabilisierung
Dreidimensionale Metallgeflechte
Für die Rekultivierung von Steilflächen und extremen Anforderungen im Böschungs- und Hangsicherungsbereich ist der Einbau von dreidimensionalen Metallgeflechten Stand der Technik.
Ein 3D-Stahlgittersystem wird bis zu einer Neigung von max. 70 Grad mit entsprechenden Verankerungselementen am Hang befestigt und anschließend mit Spezialsubstrat und/oder Drainagematerial verfüllt. Der Begrünungserfolg ist bereits nach einigen Wochen sichtbar. Neben der Verwendung im Landschaftsbau sind auch Lösungen für technische Anforderungen im Objektbau möglich.
Tiefenstabilisierung Anwendungsbereiche:
- Rekultivierung und Stabilisierung von Rutschflächen
- Sicherung von Gewässerufern und überströmten Flächen
- Regulierung von auftretenden Hangwässern durch Drainageableitungen (flächig oder punktuell)
- Innovative Verfahren zur Oberflächenstabilisierung
- Verkleidungen von Naturstein- und Spritzbetonflächen
Weidenverbau
Kombinierte Bauweisen, Weidenverbau und ingenieurbiologischer Erosionsschutz
Mittels flexibler und dauerhafter ingenieurbiologischer Verbauungsmaßnahmen wie Weidenflechtwerk, -faschinen, Buschlagen, Weidenankernägel und Steckhölzer sind sowohl im Erd- als auch im Wasserbau ökologische Sicherungen möglich. Durch das Verwenden natürlicher Materialien stehen verschiedenen Einbaumethoden zur Verfügung.
Der Einbau von Weidenfaschinen dient hauptsächlich der gezielten Ableitung von Oberflächen- und Hangwasser. Beim Einsatz von Weidenflechtwerk, Weidenspreitlagen oder Weidenbuschlagen erfolgt eine nachhaltige Stabilisierung und ein mechanischer Schutz vor Rutschungen durch austriebsfähiges Weidenmaterial.
Vorteile von Weidenverbauungen
- Gezielte Ableitung von Hang- und Oberflächenwasser
- Sofortiger Oberflächenschutz mit zukünftiger Tiefenstabilisierung
- Standort- und projektbezogene variantenreiche Einbaumethoden
- Kombination mit anderen ingenieurbiologischen Bauweisen
- Einsatz im Erd- und Wasserbau
Der ökologische Weidenverbau wird oft auch in Kombination mit Erosionsschutzmaßnahmen umgesetzt. Eine Variante ist die Tiefenstabilisierung mit speziellen Weidenanker (1,50 m Länge) und ein Oberflächenschutz mittels Kokosgeflecht. Eine weitere Möglichkeit ist die Hangsicherung mittels Erosionsschutzgewebe aus Kokosfaser und eine gezielte Hangwasserableitung mittels Weidenflechtwerk.


